DIE GLAUBENSLEHRE DER SUNNA

Imâm-ı Muhammed Gasali, Friede sei mit ihm, schreibt in dem Buch “Das Elixier der Glückseligkeit”: “Es ist unentbehrlich für jeden Moslem, zuerst die Bedeutung des Wortes ‘Lâ ilâhe illallâh, Muhammedun ressûlullah’ (Es gibt keinen Gott außer ALLAH, dem Erhabenen, und Muhammed, Friede sei mit Ihm, ist SEIN Diener und Prophet) zu kennen und daran zu glauben.

Dieses Wort wird als Einheitsbekenntnis bezeichnet. Es ist ausreichend für jeden Muslim, an die Bedeutung dieses Wortes zu glauben ohne zu zweifeln. Es ist nicht notwendig für ihn, Beweise zu bringen. Der heilige Prophet gebot den Arabern nicht es mit Beweisen zu kennen, diese Beweise zu erwähnen oder ihre Zweifel zu suchen und sie zu lösen. Er gebot nur, daran zu glauben und nicht daran zu zweifeln. Aber es ist eine unentbehrliche Pflicht, dass es in einer Stadt einige Religionsgelehrte gibt. Diese Gelehrten haben die Beweise zu wissen, die Zweifel zu entfernen und die Fragen zu beantworten. Sie sind geistige Führer für die Muslime. Einerseits lehren sie das islamische Glaubensbekenntnis und andererseits antworten sie auf die ungerechtfertigten Verdächtigungen und die falschen Beschuldigungen von den Gegnern des Islams.

Der heilige Koran teilte die Bedeutung vom Einheitsbekenntnis mit und der heilige Prophet erklärte das, was mitgeteilt wurde. Alle Gefährten des heiligen Propheten lernten diese Erklärungen und gaben sie, an die nach ihnen kommenden Muslime weiter. Die hochgestellten Gelehrten, die uns die Mitteilungen der Gefährten des heiligen Propheten ohne irgendeine Veränderung durch Niederschreiben in ihren Büchern vermittelten, werden Anhänger der Sunna genannt. Die Anhänger der Sunna heißen Sunniten. Jeder hat die Glaubenslehre der Sunna zu lernen, sich um diesen Glauben zu vereinigen und einander zu lieben. Der Samen des Glücks ist das Glaubensbekenntnis und sich auf dieser Basis zuvereinigen.


Die Bedeutung vom Einheitsbekenntnis wird von den Gelehrten der Sunna wie folgt mitgeteilt: Die Menschen waren nicht im Dasein. Sie wurden später erschaffen. Die Menschen haben einen Schöpfer. ER ist es, der alles geschaffen hat. ER ist der einzige Schöpfer. ER ist einzig in Seiner Art und es gibt keinen zweiten Schöpfer. ER war immer im Dasein. SEIN Dasein hat keinen Anfang. ER ist immer im Dasein und SEIN Dasein hat auch kein Ende. ER kann nicht im Nichtdasein sein. SEIN Dasein ist notwendig. Sein Nichtdasein ist unmöglich. SEIN Dasein ist von sich selbst. ER braucht keine Mittel. Jedes Geschöpf benötigt Ihn. ER ist es, der alle Wesen erschuf und erschafft und sie im Dasein erhält. ER ist kein Stoff und kein Gegenstand. ER ist in keinem bestimmten Ort oder Stoff. ER hat keine Gestalt und ER kann nicht gemessen werden. Es kann nicht gefragt werden, wie ER sei. ER ist nicht das was wir uns vorstellen, während man von Ihm spricht. Er ist ohnegleichen. Alle sind Seine Geschöpfe, aber ER ist nicht wie Seine Geschöpfe. ER ist der Schöpfer aller Gedanken und Abbildungen. ER ist nicht oben, unten oder an der Seite. ER hat keinen Ort. All die Schöpfung ist unter dem Thron des Erhabenen. Der Thron des Erhabenen aber ist unter seiner Allmacht und Kraft. Er umfasst den Thron. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Thorn Ihn trägt. Der Thron des Erhabenen existiert Dank seiner Güte und Allmacht. ER ist jetzt derselbe wie ER in Ewigkeit war. ER wird derselbe in kommender Ewigkeit sein, wie ER war, bevor er den Thron schuf. Bei Ihm wird nichts verändert. ALLAH, der Erhabene, hat acht ständige und sechs persönliche Eigenschaften. Die persönlichen Eigenschaften sind: unendliche Existenz, Ewigkeit ohne Anfang, Ewigkeit ohne Ende, Einigkeit, Unähnlichkeit und Selbständigkeit. Die ständigen Eigenschaften sind: Unsterblichkeit, Allmacht, Hören, Sehen, Allwissenheit, Sprechen, Schöpfung und Wille. Es gibt auch niemals eine Veränderung seiner Eigenschaften. Veränderung bedeutet Mangel. Er ist frei von allen Mängeln und Fehlern. ALLAH, der Erhabene, wird im Jenseits von den Gläubigen gesehen werden. ER ist unabhängig von Zeit und Raum. Man wird IHN auf unerklärlicher, unbegreiflicher Weise sehen.

ALLAH, der Erhabene, sandte Propheten, Friede sei mit ihnen allen, zu den Menschen. Durch die Propheten zeigte ER ihnen, was Glück und was Unglück bringen wird. Der höchste und letzte Prophet ist Muhammed, Friede sei mit ihm. Er ist für alle Frommen, Rebellen und für alle Nationen gesandt. Er ist der Prophet aller Menschen, Engel und Geister. Alle Menschen in der Welt haben ihm zu folgen und sich ihm anzugleichen.”

Die Schrift von Imam-ı Gasâli endet hier, Friede sei mit ihm.

Sejjid Abdulhakîm-i Arwâsî, Friede sei mit ihm, sagte: “Der heilige Prophet hatte drei verschiedene Aufgaben: Die erste war, die Gebote und Verbote des heiligen Korans mitzuteilen und bekanntzumachen.Das sind die Glaubenslehre und die Vorschriften der Rechtswissenschaft. Die Vorschriften der Rechtswissenschaft bestimmt die Handlungen, die geboten bzw. verboten sind. Seine zweite Aufgabe bestand darin die moralischen Regeln des heiligen Korans, nähmlich die innerlichen Erkenntnisse in die hochstehenden Herzen einzugeben. Die zweite Aufgabe sollte nicht mit seiner ersten Aufgabe verwechselt werden. Die Verirrten glauben nicht an diese Aufgabe des Propheten. Hingegen sagte Ebu Hurejre, Friede sei mit ihm: “Ich erwarb Wissen, zwei verschiedener Art von dem heiligen Propheten. Eine von diesen machte ich euch klar. Wenn ich das Zweite aufdecke, dann tötet ihr mich.” Seine dritte Aufgabe war es, die Muslime, die der Vorschriften der Rechtswissenschaft auf friedliche Weise nicht folgen oder sie durch Ratschläge nicht erfüllen wollten, zu zwingen, damit sie den Vorschriften gehorchen.

Nach dem heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm, führten Seine Kalifen, Friede sei mit ihnen allen, diese drei Aufgaben erfolgreich weiter. In der Zeit von St. Hassan, vermehrten sich Zwietracht und religiöse Abweichung. Der Islam verbreitete sich auf drei Kontinente. Das Glaubenslicht des heiligen Propheten entfernte sich langsam von der Welt. Die Zahl Seiner Gefährten wurde immer weniger. Es war niemandem mehr möglich, diese drei Aufgaben gleichzeitig durchzuführen. Diese drei Aufgaben wurden durch drei Gruppen der Menschen unternommen. Mit der Aufgabe, der Mitteilung des islamischen Glaubens und der Urteile wurden die Religionsgelehrten betraut. Unter diesen Religionsgelehrten werden manche Glaubensgelehrte genannt, die den islamischen Glauben lehren. Die Gelehrten, die islamische Gesetzgebung bekanntmachen, heißen Rechtsgelehrte. Mit der zweiten Aufgabe d.h. die Muslime zu lehren, die bereit sind, den geistlichen Grund des heiligen Koran zu lernen, wurde zwölf Imâms von den Familienangehören des heiligen Propheten und die Gelehrten der innerlichen Erkenntnisse betraut. Dschunejd-i Bagdadî und Sırrî (Sarî) as-Seqatî, Friede sei mit ihnen allen, gehören zu ihnen. Dschunejd-ı Bagdadî wurde im Jahre 207(821) geboren und ist 298 (910) in Bagdâd gestorben. Sırrî as Seqati starb im Jahre 251(867) ebenfalls in Bagdad.

[Die Gelehrten der Sunna haben die zweite Aufgabe des heiligen Propheten von den zwölf Imam, Religionsführern, gelernt und die Wissenschaft des Sufismus gegründet. Diejenigen, die nicht an die Wundertaten bzw. an den Sufismus d.h. innerliche Erkenntnisse glauben, dürfen nichts mit den zwölf Imams zu tun haben. Wenn diese auf dem Weg der Familienangehörigen des heiligen Propheten gewesen wären, könnten Gelehrte des Sufismus bzw. Heilige unter ihnen herangebildet werden. Außerdem glauben sie nicht, dass solche Gelehrte und Heilige existieren. So versteht man, dass die zwölf Imam die Religionsführer der Anhänger der Sunna sind. Die Anhänger der Sunna sind auf dem Weg der zwölf Imam und lieben die Familienangehörigen des heiligen Propheten. Um islamischer Gelehrter zu sein, muss man diese zwei Aufgaben des heiligen Propheten gut wissen, nämlich die dazugehörige Wissenschaften beherrschen. Ein solcher Gelehrter ist Abdülganî Nablüsî. Er schreibt auf 233. und 649. Seiten seines Buches Hadîkat-ün-nediyye (Der Tau des Gartens), dass diejenigen unwissend und unglücklich sind, die nicht daran glauben, indem er die betreffenden heiligen Hadithe, die auf den heiligen Koran hinweist, erwähnt.]

Mit der dritte Aufgabe, der Durchführung der religiösen Vorschriften mit den Mitteln der Gewalt und Amtsautorität wurde die Sultane und Regierungen betraut. Die Sektion der ersten Aufgabe ist die Rechtsschule, Lehren oder Schulen und die der zweiten ist als Orden bekannt, Rechtswissenschaft ist die dritte Aufgabe. Rechtsschulen, die den islamischen Glauben mitteilen, werden auch Rechtsschule im Glauben genannt. Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, teilte mit das dreiundsiebzig Glaubenslehren auftauchen würden und nur eine davon richtig ist und alle anderen falsch sind. So ist es auch geschehen. Die einzige Gruppe, der prophezeit wurde, dass sie auf dem richtigen Weg gehen würde, heißt Anhänger der Sunna. Die übrigen, für falsch erklärten 72 Gruppen wurden als Irrlehren bezeichnet. Keine von ihnen ist Ungläubig. Alle sind Muslime. Aber wenn eine Person, die behauptet in einer der 72 Gruppe zu sein, an eine von den Kentnissen, welche im heiligen Koran und in den Hadithen klar mitgeteilt wurden und unter den Muslimen weit verbreitet ist, nicht glaubt, wird sie ungläubig. Es gibt heute viele Leute die, obwohl sie islamische Namen tragen, sich von der Glaubenslehre der Sunna trennten und ungläubig wurden.” Die Schrift von St. Abdülhakîm Effendi geht hier zu Ende. Er wurde 1281 in Baschka’la geboren und starb 1362 (1943 n.Chr.) in Ankara.

Muslime müssen von Geburt an bis zum Tode lernen. Das Wissen, das Muslime zu lernen haben, heißt islamische Wissenschaften, die aus zwei Teilen bestehen: 1. Überlieferte Wissenschaften, 2. Rationale Wissenschaften.

1) Überlieferte Wissenschaften: Sie werden auch Religionswissenschaften genannt und kommen von dem heiligen Propheten zu uns. Dieses Wissen kann durch Lesen der Bücher der Gelehrten der Sunna erworben werden. Die islamischen Gelehrten entnahmen dieses Wissen den vier Hauptquellen der Religion. Sie heißen Edille-i Scher’iyye. Diese sind: der heilige Koran, die heiligen Hadithe, die Übereinstimmung der Gefährten des heiligen Propheten bzw. der vier Rechtsschulen und die Urteile der Rechtsgelehrten.

Die Religionswissenschaften bestehen aus acht Hauptwissenschaften:

I) Wissenschaft für Koranauslegung: Spezialisten für diese Wissenschaft werden Mufessir genannt, d.h. der Religionsgelehrte, der das Wort ALLAHs, des Erhabenen verstehen kann.

II) Methodik der Hadithwissenschaft: Dieser Zweig der Wissenschaft klassifiziert die Hadîthen nach ihrer Gattung. Die Arten der Hadithen stehen im Buch Seadet-i Ebediyye (Der Weg zum ewigen Glück) im zweiten Abschnitt, unter dem sechsten Paragraph ausführlich.

III) Hadithwissenschaft: Dieser Zweig untersucht bis in die kleinste Einzelheit, die heiligen Erklärungen (Hadithe) des heiligen Propheten, Seine Handlungen und Seine Sitten.

IV) Methodik der Glaubenswissenschaft: Diese Wissenschaft lehrt uns die Methode, wie die Glaubenskenntnisse aus den heiligen Hadithen und dem heiligen Koran abgeleitet werden.

V) Glaubenswissenschaft: Diese Wissenschaft erklärt das Einheitsbekenntnis und das Glaubensbekenntnis und ferner die sechs Grundlagen des Glaubes, die davon abhängig sind. Diese sind Lehren, an die man von ganzem Herzen glauben und auswendig lernen soll. Die Glaubensgelehrten waren gewohnt, die Methodik der Glaubenswissenschaft und die Glaubenswissenschaft zusammen zu schreiben. Diese zwei Teile halten die Laien deshalb für einen Teil.

VI) Methodik der Rechtswissenschaft: Dieser Zweig erklärt, wie die Prinzipien der Rechtswissenschaft aus dem heiligen Koran und den Hadithen abgeleitet werden.

VII) Rechtswissenschaft: Diese Wissenschaft erklärt Verpflichtungen d.h., wie die, die geistig gesund sind und das Pubertätjahr erreicht haben, in Dingen die den Körper angehen, zu handeln haben. Es sind die für den Körper notwendige Kentnisse. Die Verpflichtungen bestehen aus acht Teilen. Es sind: Unentbehrliches, was von ALLAH im heiligen Koran deutlich befohlen wurde. Nötiges, ist fast ebenso Verpflichtung wie Unentbehrliches und sollte nicht unterlassen werden. Vom Propheten wurde es niemals unterlassen. Erforderliches, eine Handlung oder ein Gebet, die der Prophet gern tat. Empfohlenes das was nicht vorgeschieben ist, aber reichlich belohnt wird. Zulässiges ist das, was weder verboten noch erlaubt ist. Verbotenes ist das, was ausdrücklich untersagt wurde. Unerwünscht ist unrichtige Handlung, die der Prophet ausdrücklich nicht gewünscht hat, und wovon er sich fernhielt und die Belohnung eines Gebet zunichte macht. Und Verderbnis ist das, was die Durchführung der religiösen Gebote und Tätigkeiten ungültig macht. All diese können kurz zusammengefasst werden in Handlungen, die geboten, verboten oder erlaubt sind.

VIII) Sufismus: Diese Wissenschaft wird auch islamische Mystik bzw. innerliche Erkenntnisse genannt. Es zeigt Dinge, die geboten und verboten sind, im Zusammenhang mit der Ethik. Es veranlasst, dass man einen Gewissensglauben erreicht und dass man die Dinge, die Rechtswissenschaft angehen, leicht und gerne ausführt. Ferner hilft es das Gotteserkenntnis zu erlangen.

Ob Mann oder Frau, für jeden Muslim ist es unentbehrilch von diesen acht Wissenschaften die Glaubenswissenschaft, die Rechtswissenschaft und den Sufismus soweit zu lernen, soweit es nötig ist. Das wird auch auf Seite 323 des Buches Hadîka (Der Garten) und im Vorwort des Buches von Ibni Abidin erwähnt.

2) Rationale Wissenschaften: Sie bestehen aus zwei Fächern: Naturwissenschaften und die Literaturwissenschaften. Es ist nicht für alle Muslime unentbehrlich diese Wissenschaften zu erlernen. Jedoch ist es unentbehrlich für alle Muslims von der Religionswissenschaften die Nötigen zu lernen. Es ist unentbehrlich für bestimmte Moslems sich auf diesem Gebiet zu spezialisieren. Wenn es in einer Stadt keinen solchen Fachmann gibt, der sich in diesen Wissen spezialisierte, werden die Bewohner und die Regierenden dafür verantwortlich und sündig, was durch dem Fehlen eines solchen Gelehrten entsteht.

Die Religions wissenschaft verändert sich nicht im Laufe der Zeit. Es ist eine Sünde und darf nicht entschuldigt werden, wenn man über Glaubenswissenschaft etwas von sich ausspricht und sich dabei irrt. In den Angelegenheiten über Rechtswissenschaft kann von Veränderung und Erleichterungen Gebrauch gemacht werden, soweit die Bedingungen der islamischen Gesetzgebung erfüllt sind. Es ist nicht erlaubt, die religiösen Angelenheiten nach der eigenen Meinung und dem eigenen Gesichtspunkt zu verändern oder die Religion zu reformieren. Solche Dinge verursachen den Austritt aus der Religion. In rationalen Wissenschaften ist es möglich Veränderungen vorzunehmen um Fortschritte zu erzielen. Hier ist es unentbehrlich, diese auch von Nicht-Muslimen zu lernen.

Wir fahren fort mit dem Buch Medschmû’at Sühdiyye (Gesamtheit der Frömmigkeit). Der Verfasser dieses Buches Sejjid Ahmed Sühdü Pascha, der ehemalige Kulturminister schreibt zu Beginn:

“Das Wort ‘Fıkch’ (Rechtswissenschaft) bedeutet im arabischen ‘Wissen, Verstehen’, wenn es in der Form ‘faqiha yafqahu’, also im 4. Fall gebraucht wird. Wenn es aber im 5. Fall steht, bedeutet es ‘Wissen, Verstehen der Religionsgesetze’. Der Rechtsgelehrte wird Fakich (Rechtswissenschaftler) genannt. Die Rechtswissenschaft erklärt, was die Menschen tun und was sie vermeiden sollen. Die Rechtswissenschaft beruht auf dem heiligen Koran, den heiligen Hadithen, der Übereinstimmung der Gefährten des heiligen Propheten, der Gelehrten der Sunna und Urteile der Rechtsgelehrten. Die Übereinstimmung der Gefährten des heiligen Propheten und der Religionsgelehrten, die deren Nachfolger sind, wird Idschma-i Ümmet genannt. Die Gesetze des Islams, die aus dem heiligen Koran, aus Hadithen oder von der Übereinstimmung der Gemeinschaft abgeleitet werden, werden als Urteile des Rechtsgelehrten bezeichnet. Ob eine Handlung erlaubt oder verboten ist, wird nach dem heiligem Koran und den Hadithen entschieden. Wenn sie nicht im heiligen Koran und in den Hadithen gefunden werden kann, wird sie mit einer ähnlichen Handlung aus dem heiligen Koran und den Hadithen verglichen. Man nennt es Vergleichung. Um einen Vergleich machen zu können, muss die erste Handlung auch die in der zweiten Handlung vorhandenen Eigenschaft haben. Und nur von den Gelehrten, die den Rang des Urteils erworben haben, kann dieser Vergleich gemacht werden.

Die islamische Rechtswissenschaft ist sehr umfangreich und hat vier bedeutende Hauptteile:

1– Anbetung: Es besteht aus dem täglichen rituellen Gebet, Fasten, Almosensteuern, Pilgerfahrt, Glaubenskampf um allen Menschen die Religion bekannt zu machen. Jedes hat viele Unterteilungen. Daraus folgt, dass es eine Anbetung ist, sich für den Glaubenskampf vorzubereiten. Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, teilte mit, dass der Glaubenskampf mit den Ungläubigen aus zwei Arten besteht, nämlich mit Handlungen und mit Worten. Sich für den Glaubenskampf durch Handlungen vorzubereiten und zu lernen, von neuen Mitteln Gebrauch zu machen und zu produzieren ist ebenfalls unentbehrlich. Der Staat führt Glaubenskampf. Für die Moslems ist es unentbehrlich, innerhalb der staatlichen Gesetze am Glaubenskampf teilzunehmen. In unserer Zeit ist die zweite Aufgabe wichtiger, den Einfluss von Filmen, Radiosendungen und aller Propaganda die gegen den Islam gerichtet sind, abzuwehren. Es ist Glaubenskampf, sich gegen solche Angriffe zu verteidigen.

2– Zivilrecht: Es hat viele Unterabteilungen, wie Heirat, Scheidung, Kosten für den Lebensunterhalt und vieles ähnliche. [Unser Buch Se’âdet-i Ebediyye (englische Übersetzung: Endless Bliss) enthält weitere ausführliche Erklärungen].

3– Handelsrecht: Es hat ebenfalls viele Teile, wie Kauf und Verkauf, Mieten und Vermieten, Handelsgesellschaften, Zinsen, Erbschaft und vieles ähnliche,

4– Strafrecht): Es erklärt die Bestrafungen, die aus Wiedervergeltung, Diebstahl, Ehebruch, Fälschung und Abtrünningkeit entstehen.

Es ist unentbehrlich für jeden Moslem bzw. Moslime, ausreichende Kenntnisse über unentbehrliche Anbetungen und für bestimmte Moslems, das Zivil- und Handelsrecht zu lernen. Nach der Wissenschaft der Koranauslegung, der Hadithwissenschaft und der Glaubenswissenschaft ist das ehrenvollste Wissen die Rechtswissenschaft. Die folgenden heiligen Hadithen zeigen ausreichend, wie ehrenvoll die islamische Rechtswissenschaft und Rechtsgelehrten sind:

“Will ALLAH, der Erhabene, jemandem gefällig sein, macht ER einen Rechtsgelehrten aus ihm.”

“Wenn jemand Rechtsgelehrter wird, schickt ALLAH, der Erhabene, sein Lebensunterhalt und alles, woran er sich sehnt von ungeahnten Stellen.”

“Der meist geschätzte Mensch bei ALLAH, dem Erhabenen ist der Rechtsgelehrter in der Religion.”

“Gegen den Satan ist ein Rechtsgelehrter stärker als tausend Anbeter.”

“Alles hat eine Säule zum Stützen. Der Grundpfeiler der Religions ist die Rechtswissenschaft.”

“Die beste Art der Anbetung ist das Erlernen und Lehren der Kenntnisse der Rechtswissenschaft.”

Aus diesen heiligen Hadithen geht die Überlegenheit von Imam-ı -a’sam Ebu Hanife, Friede sei mit ihm, hervor.

Die Vorschriften des Islams in der Rechtsschule Hanefî stammen von dem Weg, der mit ’Abdullâh ibn Mes’ûd, Friede sei mit ihm, einem der heiligen Gefährten anfängt. Nämlich Imam-ı a’sam Ebu Hanîfe, Friede sei mit ihm, der Gründer der Hanefî Schule, lernte die Rechtswissenschaft von ’Alkama, und ’Alkama von Abdullâh bin Mes’ûd, der sie von dem heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm, gelernt hatte.

“Ebû Yûsuf Imâm-ı Muhammed Schebânî, Zufar bin Hudheil und Hassan bin Diyâd, Friede sei mit ihnen, gehören alle zu den Schülern von Imam-ı a’sam. Imâm-ı Muhammed, einer seiner Schüler, schrieb annähernd tausend Bücher über die islamische Wissenschaften. Er wurde im Jahr 135 n.Hed. (752) geboren und starb im Jahre 189 n.Hed. (804) in der Stadt Rajj. Er heiratete die Mutter von Imâm-ı Schâfi’î, einem von seinen Schüler. Als er starb, erbte Imâm-ı Schâfi’î, Friede sei mit ihm, seine Bücher. Durch diese Bücher vergrößerte Imâm-ı Schâfi’î sein Wissen. Darum plegte er zu sagen, ‘Ich schwöre, dass ich meine Rechtswissenschaft durch Lesen der Bücher vom Imâm-ı Muhammed erweiterte. Wer sich in der Rechtswissenschaft vertiefen will, soll mit dem Schüler von Ebu Hanîfe zusammen sein.’ Einmal sagte er, ’Alle Muslime sind wie die Familie und Kinder von Imam-ı a’sam. Dies bedeutet, so wie der Mann für den den Lebensunterhalt seiner Frau und seiner Kinder sorgt, so übernahm Imam-ı a’sam die schwerste Aufgabe, nähmlich das Herausfinden der Religionswissenschaften, die die Menschen in jeder Zeit in ihren Angelegenheiten brauchten. So befreite er sie von dieser schwersten Aufgabe.

“Während Imam-ı a’sam Ebu Hanife, Friede sei mit ihm, die Kenntnisse der Rechtswissenschaft sammelte, sie aufteilte und Prinzipien und Methoden aufstellte, sammelte er gleichzeitig das, was der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, und Seine Gefährten, über dem Glauben und der Religion mitgeteilt haben. Er teilte es hunderten seiner Schüler mit. Manche seiner Schüler wurden Spezialist in der Glaubenswissenschaft. Einer von ihnen, Ebu Bekr Dschurdschânî, einer der Schüler von Imâm-ı Muhammed Schejbânî, wurde berühmt. Und sein Schüler Ebu Nasr ul-’ıyâd bildete Ebu Mansûr Mâturîdî in der Glaubenswissenschaft aus. Ebu Mansûr schrieb in seinen Büchern die von Imam-ı a’sam herkommende Glaubenswissenschaft nieder. Er kämpfte gegen diejenigen, die vom rechten Weg abgewichen waren. Er verstärkte und verbreitete die Glaubenslehre der Sunna. Er starb im Jahre 333 n.Hed. (944) in Samarkand. Die Glaubenslehre der Sunna besteht aus zwei Glaubensrichtungen. Diese großen Gelehrten, St. Ebû Mansur-i Mâtürîdi und St. Ebülhassen Esch’â’ri haben die zwei Glaubensrichtungen bekannt gemacht.

Die Rechtsgelehrten, die in sieben verschiedene Stufen des Wissens geordnet werden, werden im Buch Wakf un-niyyât (Vermächtnis der Absichten) von Pascha Sâde Ahmed bin Sulejman Effendi, Friede sei mit ihm, auf folgender Weise erklärt:

1) Die absoluten Religionsgelehrten, die in der Religion die Methoden und Prinzipien aufstellten, um Urteile von den vier Quellen der Religion abzuleiten. Sie geben nach diesen Methoden Grundurteile ab. Die Inhaber der vier Rechtsschulen zählen zu diesen Gelehrten.

2) Die Religionsgelehrten für eine bestimmte Rechtsschule, die weiteren Urteile aus den vier Quellen der Religion ableiten. Sie haben innerhalb der vorgegebenen Prinzipien der Rechtsschulengründer zu bleiben. Diese sind Imâm-ı Yûsuf, Imam-ı Muhammed, und andere, Friede sei mit ihnen.

3) Die Schriftgelehrten fürs Urteilsfällen, die die Urteile der Tatsachen, die von den Rechtsschulengründern nicht mitgeteilt wurden, abgeben. Bei ihrem Urteil haben sie den Methoden und Prinzipien der Rechtsschule zu folgen und dem Rechtsschulengründer nicht zu widersprechen. Diese sind Tahâwî (138-321 in Ägypten), Hassâf Ahmed bin ’Omar (gest. 261 in Bagdâd), ’Abdullah bin Hüssejn Karchî (340), Schams ul-e’imme Halwânî (456 in Buchârâ), Schams ul-e’imma Sarahsî (483). Fahr ul-Islâm ’Ali bin Muhammed Pezdewî (400-482 in Samarkand), Kâdi-khan Hassan bin Mensur Ferghani (592) usw., Friede sei mit ihnen allen.

4) Die Schriftgelehrten für Urteilserklärung, die nicht imstande sind, Urteil zu fällen. Sie sind die Gelehrten, die von den Religionsgelehrten abgegebenen Urteile, erklâren. Ebi Bekr Râzî’ Ali bin Ahmed (gest. 593 n.Hed. in Damaskus), der für das Buch Kudûrî eine Erläuterung schrieb, ist ein solcher Gelehrter, Friede sei mit ihnen.

5) Die Schriftgelehrten für Überlieferungsunterscheidung, die eine, von den Religionsgelehrten mitgeteilten Überlieferungen vorziehen dürfen. Sie sind Ebu l’Hassan Qudûrî (362-428) n.Hed. in Bagdad) und Burhân eddîn ’Alî Marghinânî Friede sei mit ihnen, der Autor des Buches Hidaye (Rechtleitung), der im Jahre 593 beim Massaker der Soldaten von Dschingîz in Buchârâ den Martyrertod fand.

6) Die Schriftgelehrten für Anordnung der Überlieferungen, die verschiedene Überlieferungen einer Angelegenheit nach dem Grad ihrer Richtigkeit klassifizierten und mitteilten. In ihren Büchern gibt nur es anerkannte Überlieferungen. Zu ihnen gehören Ebu’ l-Berekât ’Abdullâh bin Ahmed Nesefî (gest. 710 n.Hed.), der Autor von Kunüz üd-dekâ’ik (Schatz der Feinheiten), ’Abdullâh bin Mahmud Mûsuli (gest. 683), der Autor von Muchtâr Burhan usch-Scherî’a Mahmud bin Sadr usch-Scharî’a Ubejd ullah (gest. 673), der Autor von Wikaye (Schutz) und Ibn As-Sa’âti Ahmed bin ’Alî Baghdâdî (gest. 694), der Autor von Meschmâ’ ul-bahrejn (Vereinigung von zwei Meeren).

7) Die Schriftgelehrten für Überlieferungserklärung, die unfähig sind, schwache Überlieferungen von unverkennbaren zu unterscheiden. (Sie besitzen die Fähigkeit das, was sie lesen, gut zu verstehen und es anderen zu erklären. Sie wurden auch als Rechtsgelehrte bezeichnet.)

Imâm Muhammad al-Ghazâlî (rahmatullâhi ’aleyh) writes in

his book Kimyâ-i Sa’âdat: “When someone becomes a Muslim,

it will primarily be fard for him to know and believe in the

meaning of the phrase Lâ ilâha ill-Allâh, Muhammadun

Rasûl-Allâh. This phrase is called the kalimat at-tawhîd. It is

sufficient for every Muslim to believe without any doubt what

this phrase means. It is not fard for him to prove it with evidence

or to satisfy his mind. Rasûlullah (sall-Allâhu ’alaihi wa sallam)

did not command the Arabs to know or to mention the relevant

proofs or to search and clarify any possible doubts. He

commanded them to believe only and not to doubt. It is enough

for everybody also to believe superficially. Yet it is fard kifâya

that there should exist a few ’âlims in every town. It is wâjib for

these ’âlims to know the proofs, to remove the doubts and to

answer the questions. They are like shepherds for Muslims. On

the one hand, they teach them the knowledge of îmân, which is

the knowledge of belief, and, on the other hand, they answer

the slanders of the enemies of Islam.

Qur’ân al-kerîm stated the meaning of the kalimat at-tawhîd

and Rasûlullah (sall-Allâhu ’alaihi wa sallam) explained what is

declared in it. All the Sahâbat al-kirâm learned these

explanations and conveyed them to those who came after

them. The exalted scholars who conveyed to us what the

Sahâbat al-kirâm had conveyed, by committing them to their

books without making any alterations in them, are called the

Ahl as-Sunna. Everybody has to learn the i’tiqâd of the Ahl as-

Sunna and to unite and love one another. The seed of

happiness is in this i’tiqâd and in this unification.

The ’ulamâ’ of the Âhl as-Sunna explain the meaning of the

kalimat at-tawhîd as follows: Men were nonexistent. They were

created later. They have one Creator. He is the One who has

created everything. The Creator is one. He does not have a

partner or a likeness. There is no second He. He has been

ever-existent; His existence did not have a beginning. He will be

ever-existent; there is no end to His existence. He will not cease

to exist. His existence is always necessary. His nonexistence is

impossible. His existence is of Himself. He does not need any

means. There is nothing that will not need Him. He is the One

who creates everything and makes them go on existing. He is

not material or a thing. He is not at a place or in any substance.

He does not have a shape and cannot be measured. It cannot

be asked how He is; when we say ‘He,’ none of the things

which occur to the mind or which we can imagine is He. He is

unlike these. All of them are His creatures. He is not like His

creatures. He is the creator of everything that occurs to mind,

every illusion and every delusion. He is not above, below or at

one side. He does not have a place. Every being is below the

’Arsh. And the ’Arsh is under His Power, under His

Omnipotence. He is above the ’Arsh. Yet this does not mean

that the ’Arsh carries Him. The ’arsh exists with His Favour and

in His Omnipotence. He is the same now as He was in eternity,

in eternal past. He will always be the same in the everlasting

future as He had been before creating the ’Arsh. No change

occurs in Him. He has His own attributes. His attributes called

as-Sifât ath-Thubûtiyya are eight: Hayât (Life), ’Ilm

(Omniscience), Sam’ (Hearing), Basar (Seeing), Qudra

(Omnipotence), Irâda (Will), Kalâm (Speech, Word) and

Takwîn (Creativeness). No change ever occurs in these

attributes of His. Change implies deficiency. He has no

deficiency or defect. Though He does not resemble any of His

creatures, it is possible to know Him in this world as much as

He makes Himself known and to see Him in the Hereafter. Here

He is known without realizing how He is, and there He will be

seen in an incomprehensible way.

Allâhu ta’âlâ sent prophets (’alaihim us-salâm) to His human

creatures. Through these great people, He showed His human

creatures the deeds that bring happiness and those which

cause ruination. The most exalted prophet is Muhammad

(’alaihi ’s-salâm), the Last Prophet. He was sent as the Prophet

for every person, pious or irreligious, for every place and for

every nation on the earth. He is the Prophet for all human

beings, angels and genies. In every corner of the world,

everybody has to follow him and adapt himself to this exalted

Prophet”.[1]

Sayyid ’Abdulhakîm-i Arwâsî[2] (rahmatullâhi ’aleyh) said:

[1] Kimyâ’ as-Sa’âda. Muhammad al-Ghazâlî (rahmatullâhi ta’âlâ ’aleyh)

was one of the greatest Islamic scholars. He wrote hundreds of books.

All his books are very valuable. He was born in 450 (1068 A.D.) in Tûs,

i.e. Meshed, Persia, and passed away there in 505 (1111 A.D.).

[2] Sayyid Abdulhakîm Arwâsî was born in Başkal’a in 1281 (1864 A.D.)

“Rasûlullah (sall-Allâhu ’alaihi wa sallam) had three tasks. The

first one was to communicate and make known (tabligh) the

rules of Qur’ân al-kerîm, that is, the knowledge of îmân and of

ahkâm fiqhiyya, to all human beings. Ahkâm fiqhiyya is

composed of actions commanded and actions prohibited. His

second task was to transmit the spiritual rules of Qur’ân alkerîm,

the knowledge about Allâhu ta’âlâ Himself and His

Attributes into the hearts of only the highest ones of his Umma.

His first task, tabligh, should not be confused with this second

task. The lâ-madhhabî reject the second task. But, Abû Huraira

(radiy-Allâhu ’anh) said, ‘I learned two types of knowledge from

Rasûlullah (sall-Allâhu ’alaihi wa sallam). I have told you one of

them. You would kill me if I explained the second one.’ These

words of Abû Huraira’s are written in the books Bukhârî,

Mishqât, Hadîqa, and in the letters of Maktûbât, numbers 267

and 268. The third task was directed towards those Muslims

who did not obey the advice and sermons concerning carrying

out the ahkâm fiqhiyya. Even force was employed to get them

to obey the ahkâm fiqhiyya.

“After Rasûlullah (sall-Allâhu ’alaihi wa sallam), each of the

four Khalîfas (radiy-Allâhu ’anhum) accomplished these three

tasks perfectly. During the time of hadrat Hasan (radiy-Allâhu

’anh), fitnas and bid’as increased. Islam had spread out over

three continents. The spiritual light of Rasûlullah (sall-Allâhu

’alaihi wa sallam) receded away from the earth. The Sahâbat alkirâm

(radiy-Allâhu ’anhum) decreased in number. Later, no one

was able to do all these three tasks together by himself.

Therefore, these tasks were undertaken by three groups of

people. The task of communicating îmân and ahkâm fiqhiyya

was assigned to religious leaders called mujtahids. Amongst

these mujtahids, those who communicated îmân were called

mutakallimûn, and those who communicated fiqh were called

fuqahâ’. The second task, that is, making those willing Muslims

attain the spiritual rules of Qur’ân al-kerîm, was assigned to the

Twelve Imâms of the Ahl al-Bait (rahmatullâhi ta’âlâ ’alaihim)

and to great men of tasawwuf. Sirrî (Sarî) as-Saqatî (d. 251/876

in Baghdad) and al-Junaid al-Baghdâdî (b. 207/821 and d.

298/911 in Baghdad) were two of them (rahmatullâhi ta’âlâ

’alaihimâ).

and passed away in Ankara in 1362 (1943 A.D.).

“The third task, having the rules of the religion implemented

by force and authority, was assigned to sultans, i.e.

governments. Sections of the first class were called Madhhabs.

Sections of the second one were called tarîqas,[1] and the third

one was called huqûq (laws). Madhhabs that tell about îmân

are called Madhhabs of i’tiqâd. Our Prophet (sall-Allâhu ’alaihi

wa sallam) had explained that Muslims would part into seventythree

groups in respect to îmân, and that only one of them

would be right and the others wrong. And happen it did. The

group that was given the good news of being on the right way is

called the Ahl as-Sunnat wa ’l-Jamâ’a. The remaining

seventy-two groups, which were declared to be wrong, are

called the groups of bid’a, that is, heretics. None of them are

disbelievers. All of them are Muslims. But, if a Muslim who says

he belongs to any of the seventy-two groups disbelieves any

information that has been declared clearly in Qur’ân al-kerîm, in

Hadîth ash-sherîf or that has spread among Muslims, he

becomes a disbeliever. There are many people today who,

while carrying Muslim names, have already dissented from the

Madhhab of the Ahl as-Sunna and have become heretics or

non-Muslims.” Quotations from hadrat Abdulhakîm Efendi end

here.

Muslims have to keep on learning from the cradle to the

grave. The knowledge which Muslims have to learn is called al-

’ulûm al-Islâmiyya (Islamic sciences), which consist of two

[1] The ’ulamâ of Ahl as-Sunna collected ’ilm at-tasawwuf by learning this

second task of our Prophet (’alaihi ’s-salâm) from the Twelve Imâms

(rahmatullâhi ta’âlâ ’alaihim). Some people do not believe in Awliyâ’,

karâmât or tasawwuf. This shows that they have no connection with the

Twelve Imâms. If they had followed the Ahl al-Bait, they would have

learned this second task of our Prophet from the twelve Imâms and

there would have been many scholars of tasawwuf and Awliyâ’ among

them. But there have not been any, and besides, they do not even

believe that such scholars could exist. It is obvious that the Twelve

Imâms are the Ahl as-Sunna’s imâms. It is the Ahl as-Sunna who love

the Ahl al-Bait and follow the Twelve Imâms. To become a scholar of

Islam, one has to be an heir of Rasûlullah (’alaihi ’s-salam) in these two

tasks. That is, one has to be an expert in these two branches of

knowledge. ’Abd al-Ghanî an-Nabulusî (rahmatullâhi ta’âlâ ’aleyh), one

of such scholars, quoted, on pages 233 and 649 in his work Al-hadîqat

an-nadiyya, the hadîths describing the spiritual rules of Qur’ân al-kerîm

and pointed out that disbelieving these rules indicates ignorance and

wretchedness.

parts: I) al-’ulûm an-naqliyya, II) al-’ulûm al-’aqliyya.

I) Al-’ulûm an-naqliyya (also called ‘religious sciences’):

These sciences are acquired by reading the books of the

’ulamâ’ of the Ahl as-Sunna. The ’ulamâ’ of Islam derived these

sciences from four main sources. These four sources are called

al-adillat ash-Shar’iyya. They are al-Qur’ân al-kerîm, al-

Hadîth ash-sherîf, ijmâ’ al-Umma and qiyâs al-fuqahâ’.

Religious sciences consist of eight main branches:

1) ’ilm at-tafsîr (the science of interpretation of Qur’ân alkerîm).

A specialist in this branch is called a mufassir; he is a

profoundly learned scholar able to understand what Allâhu

ta’âlâ means in His Word.

2) ’ilm al-usûl al-hadîth. This branch deals with

classification of hadîths. Different kinds of hadîths are explained

in Endless Bliss, second fascicle, sixth chapter.

3) ’ilm al-hadîth. This branch studies minutely the sayings

(hadîth), behaviour (sunna), and manners (hâls) of our Prophet

(sall-Allâhu ’alaihi wa sallam).

4) ’ilm al-usûl al-kalâm. This branch studies the methods

by which ’ilm al-kalâm is derived from al-Qur’ân al-kerîm and al-

Hadîth ash-sherîf.

5) ’ilm al-kalâm. This branch covers the study of the kalimat

at-tawhîd and the kalimat ash-shahâda and the six

fundamentals of îmân, which depend on them. These are the

teachings to be believed by heart. Scholars of kalâm usually

wrote ’ilm al-usûl al-kalâm and ’ilm al-kalâm together.

Therefore, the layman takes these two branches of knowledge

as one single branch.

6) ’ilm al-usûl al-fiqh. This branch studies the derivation of

the methods of fiqh from Qur’ân al-kerîm and Hadîth ash-sherîf.

7) ’ilm al-fiqh. This branch studies af’âl al-mukallafîn, that

is, it tells how those who are sane and pubescent should act on

matters concerning the body. This is the knowledge necessary

for the body. Af’âl al-mukallafîn has eight sections: fard, wâjib,

sunna, mustahâb, mubâh, harâm, makrûh and mufsid.

However, they can be briefly classified into three groups:

actions commanded, actions prohibited and actions permitted

(mubâh).

8) ’ilm at-tasawwuf. This branch is also called ’ilm alakhlâq

(ethics). It explains not only the things we should do and

we should not do with the heart but also helps the belief to be

heartfelt, makes it easy for Muslims to carry out their duties as

taught in ’ilm al-fiqh and helps one attain ma’rifa.

It is fard-i ’ain for every Muslim, male or female, to learn

kalâm, fiqh and tasawwuf as much as necessary out of these

eight branches, and it is a guilt, a sin, not to learn them.[1]

II) Al-’ulûm al-’aqliyya (also called ‘experimental sciences’):

These sciences are divided into two groups: technical sciences

and literary sciences. It is fard kifâya for Muslims to learn these

sciences. As for Islamic sciences, it is fard ’ain to learn as much

as is necessary. To learn more than is necessary, that is, to

become specialized in Islamic sciences is fard kifâya. If there is

no ’âlim who knows these sciences in a town, all of its

inhabitants and government authorities will be sinful.

Religious teachings do not change in process of time.

Making a mistake or erring while commenting on ’ilm al-kalâm is

not an excuse but a crime. In matters pertaining to fiqh, the

variations and facilities shown by Islam can be utilized when

one has the excuses shown by Islam. It is never permissible to

make alterations or to make reforms in religious matters with

one’s own opinion or point of view. It causes one to go out of

Islam. Change, improvement and progress in al-’ulûm al-

’aqliyya are permissible. It is necessary to develop them by

searching, finding and even by learning them from non-

Muslims, too.

The following article is quoted from the book Al-majmû’at

az-Zuhdiyya. It was compiled by an ex-minister of education,

Seyyid Ahmed Zühdü Pasha (rahmatullâhi ta’âlâ ’aleyh):

The word ‘fiqh’, when used in the form of ‘faqiha yafqahu’,

that is, in the fourth category, means ‘to know, to understand.’

When it is used in the fifth category, it means ‘to know, to

understand Islam.’ A scholar in ’ilm al-fiqh is called a faqîh. ’Ilm

al-fiqh deals with the actions which people should do and those

which they should not do. The knowledge of fiqh is composed

of Qur’ân al-kerîm, Hadîth ash-sherîf, ijmâ’ and qiyâs. The

consensus of the as-Sahâbat al-kirâm and the mujtahids who

came after them is called ijmâ’ al-Umma. The rules of the

religion derived from Qur’ân al-kerîm, Hadîth ash-sherîf and

[1] Al-hadîqa, p. 323 and in preface to Radd al-muhtâr.

ijmâ’ al-Umma are called qiyâs al-fuqahâ.’ If it could not be

understood from Qur’ân al-kerîm or Hadîth ash-sherîf whether

an action was halâl (permitted) or harâm (forbidden), then this

action was compared to another action which was known. This

comparison was called qiyâs. Applying qiyâs required the latter

action to have the same factor which made the former action

permitted or forbidden. And this could be judged only by those

profound ’ulamâ’ who had attained the grade of ijtihâd.

’Ilm al-fiqh is very extensive. It has four main divisions:

1) ’ibâdât, composed of five subdivisions: salât (namâz),

sawm (fast), zakât, hajj, jihâd. Each has many sections. As it is

seen, it is an ’ibâda to make preparations for jihâd. Our Prophet

(sall-Allâhu ’alaihi wa sallam) explained that jihâd against the

enemies of Islam was of two kinds: by actions and by words. It

is fard to learn how to make and use new weapons in

preparation for jihâd by actions. Jihâd is done by the State. It is

fard for the people to join the jihâd by obeying the State’s laws

and orders concerning jihâd. Nowadays, enemy assault through

publications, motion pictures, radio broadcast and every means

of propaganda —the second kind of war— has tremendously

increased; therefore it is also jihâd to stand against the enemies

in this field.

2) munâkahât, composed of subdivisions, such as

marriage, divorce, alimony and many others [written in detail in

the book Se’âdet-i Ebediyye].

3) mu’âmalât, composed of many subdivisions, such as

purchase, sale, rent, joint-ownership, interest, inheritance, etc.

4) uqûbât (penal code), composed of five main subdivisions:

qisâs (lex talionis), sirqat (theft), zinâ (fornication and adultery),

qadhf (accusing a virtuous woman of incontinence) and ridda

(the case of becoming an apostate).

It is fard for every Muslim to learn the ’ibâdât part of fiqh

sufficiently. It is fard kifâya to learn munâkahât and mu’âmalât;

in other words, those who have anything to do with them should

learn them. After ’ilm at-tafsîr, ’ilm al-hadîth and ’ilm al-kalâm,

the most honourable ilm is ’ilm al-fiqh. The following six hadîths

will be enough to indicate the honour of fiqh and the faqîh:

‘rahmatullâhi ta’âlâ alaihim ajma’în’

‘If Allâhu ta’âlâ wants to bestow His blessing on a slave

of His, He makes a faqîh of him.’

‘If a person becomes a faqîh, Allâhu ta’âlâ sends what

he wishes and his sustenance through unexpected

sources.’

‘The person about whom Allâhu ta’âlâ says “most

superior” is a faqîh in the religion.’

‘Against Satan, a faqîh is more stoic than one thousand

’âbids (those who worship much).’

‘Everything has a pillar to base itself upon. The basic

pillar of the religion is the knowledge of fiqh.’

‘The best and most valuable ’ibâda is to learn and teach

fiqh.’

Superiority of al-Imâm al-a’zam Abu Hanîfa (rahmatullâhi

ta’âlâ ’aleyh) is also understood from these hadîths.

Rules of Islam in the Hanafî Madhhab were transmitted

through a chain beginning with ’Abdullâh ibn Mas’ûd (radiy-

Allâhu ’anh), who was a Sahâbî. Al-Imâm al-a’zam Abû Hanîfa

(rahmatullâhi ta’âlâ ’aleyh), the founder of the Madhhab,

acquired the knowledge of fiqh from Hammâd, and Hammâd

from Ibrâhîm an-Nakhâ’î. Ibrahim an-Nakhâ’î was taught by

Alkama, and Alkama studied under Abdullah ibn Mas’ud, who

was educated by Rasûlullah (sall-Allâhu ’alaihi wa sallam).

Abu Yûsuf, Imâm Muhammad ash-Shaibânî, Zufar ibn

Hudhail and Hasan ibn Ziyâd were al-Imâm al-a’zam’s disciples

(rahimahum-Allah). Of these, Imâm Muhammad wrote about

one thousand books on Islamic teachings. He was born in 135

A.H. and passed away in Rayy, Iran, in 189 (805 A.D.).

Because he was married to the mother of al-Imâm ash-Shâfi’î,

one of his disciples, all his books were left to Shafi’î upon his

death, thus Shafi’î’s knowledge increased. For this reason, al-

Imâm ash-Shâfi’î (rahmatullâhi ta’âlâ ’aleyh) said, ‘I swear that

my knowledge of fiqh increased by reading Imâm Muhammad’s

books. Those who want to deepen their knowledge of fiqh

should be in the company of the disciples of Abu Hanîfa.’ And

once he said, ‘All Muslims are like the household, children, of

al-Imâm al-a’zam.’ That is, as a man earns a living for his wife

and children, al-Imâm al-a’zam took it upon himself to find out

the religious knowledge which people needed in their matters.

Thus, he spared Muslims of a lot of hard work.

Al-Imâm al-a’zâm Abu Hanîfa (rahmatullâhi ’aleyh) compiled

the knowledge of fiqh, classified it into branches and sub

branches, and set usûls (methods) for it. He also collected the

knowledge of i’tiqâd as Rasûlullah (sall-Allâhu ’alaihi wa sallam)

and the as-Sahâbat al-kirâm (ridwânullâhi ’alaihim ajma’în) had

preached, and taught them to hundreds of his disciples. Some

of his disciples became specialists in ’ilm al-kalâm, that is, in the

teachings of îmân. Of them, Abu Bakr al-Jurjânî, one of Imâm

Muhammad ash-Shaibânî’s disciples, became famous. And Abû

Nasr al-’Iyâd, one of his pupils, educated Abû Mansûr al-

Mâturîdî in ’ilm al-kalâm. Abû Mansûr wrote in his books the

knowledge of kalâm as it came from al-Imâm al-a’zam

(rahmatullâhi ta’âlâ ’aleyh). By contending against heretics, he

consolidated the i’tiqâd of the Ahl as-Sunna. He disseminated it

out far and wide. He passed away in Samarqand in 333 (944

A.D.). This great ’âlim and another ’âlim, Abu ’l-Hasan al-

Ash’arî, are called the imâms of the Madhhabs of i’tiqâd of

the Ahl as-Sunna.

The fiqh scholars are grouped in seven grades. Kemâl

Pasha Zhada Ahmad ibn Sulaimân Effendi (rahmatullâhi ta’âlâ

’aleyh), in his work Waqf an-niyyât, explained these seven

grades as follows:

1. The mujtahids of Islam, who constructed the methods and

principles of deriving tenets from the four sources of the religion

(Adilla-i arba’a), and derived tenets in accordance with the

principles they established. The four a’immat al-madhâhib

were of these.

2. The mujtahids in a Madhhab, who, following the principles

formulated by the imâm of the Madhhab, derived rules from the

four sources. They were Imâm Abû Yûsuf, Imâm Muhammad,

etc. (rahmatullâhi ta’âlâ ’alaihim ajma’în).

3. The mujtahids on matters (mas’ala), who for the matters

that were not dealt with by the founder of the Madhhab, derived

rules using the methods and principles of the Madhhab. Yet in

doing this, they had to follow the imâm. They were at-Tahâwî

(238-321 A.H., in Egypt), Hassâf Ahmad ibn ’Umar (d. 261, in

Baghdad), ’Abdullâh ibn Husain al-Karkhî (340), Shams ala’imma

al-Halwânî (456, in Bukhârâ), Shams al-a’imma as-

Sarahsî (483), Fakhr-ul Islâm ’Alî ibn Muhammad al-Pazdawî

(400-482, in Samarqand), Qâdî-Khân Hasan ibn Mansûr al-

Farghânî (592), etc. (rahmatullâhi ta’âlâ ’alaihim ajma’în).

4. As’hâb at-takhrîj, who were not able to employ ijtihâd.

They were scholars who briefly explained in brief unclear rules

derived by mujtahids. Husâm ad-dîn ar-Râzî ’Alî ibn Ahmad (d.

593 A.H., in Damascus) was one of them. He (rahmatullâhi

ta’âlâ ’aleyh) wrote a commentary to Al-Qudûrî.

5. Arbâb at-tarjîh, who preferred one of the several riwâyas

(narrations or opinions of the mujtahids as narrated) coming

from mujtahids. They were Abu l’Hasan al-Qudûrî (362-428

A.H., in Baghdad) and Burhân ad-dîn ’Alî al-Marghinânî the

author of Al-hidâya, who was martyred by the soldiers of

Jenghiz in the Bukhârâ Massacre of 593 A.H. [1198 A.D.].

6. Those who wrote various riwâyas about a matter in an

order with respect to their reliability were called muqallids. They

did not include any refused riwâya in their books. Abû ’l-Barakât

’Abdullâh ibn Ahmad an-Nasafî (d. 710 A.H.), the author of

Kanz ad-daqâiq; ’Abdullâh ibn Mahmûd al-Musûlî (d. 683), the

author of Mukhtâr; Burhân ash-Sharî’a Mahmûd ibn Sadr ash-

Sharî’a ’Ubaid-Allâh (d. 673), the author of Al-wiqâya; and Ibn

as-Sâ’âtî Ahmad ibn ’Alî al-Baghdâdî (d. 694), the author of

Majmâ’ al-bahrain, are a few of them. (rahmatullâhi ta’âlâ

’alaihim ajma’în).

7. They are also muqallids[1] incapable of distinguishing

weak riwâyas from genuine ones.

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